Am 03. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Daher senden wir Ihnen heute zu diesem Thema vorbereitend und unterstützend für Ihren Unterricht die Geschichte „Important Stories – Irina Dolinina“ zu, die - wie alle unsere Global Stories (https://global-stories.de/) – bereits komplett für eine Unterrichtseinheit von 90 min aufbereitet ist.

Wir wünschen Ihnen einen spannenden Unterricht sowie einen guten Austausch mit Ihren Schüler*innen.

Important Stories – Irina Dolinina

Irina Dolinina arbeitet für „Important Stories“, eine russische Investigativ-Plattform. Irina und ihr Team decken Missstände in Russland auf und informieren unabhängig über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Situation der russischen Soldat*innen.

©Foto: https://istories.media/en/

Recherchieren und die Informationen für die russische Öffentlichkeit bereitstellen, das ist die Arbeit von Irina Dolinina bei „Important Stories“. Die Journalistin knüpft Kontakte zu Informant*innen, überprüft Informationen und Quellen und spricht mit Betroffenen. So entstehen Reportagen und Berichte zu gesellschaftlichen und politischen Themen in Russland und Missstände werden aufgedeckt.

Irina und das Team von „Important Stories“ bilden eine der wenigen verbliebenen unabhängigen Medien in Russland. Denn die Pressefreiheit in Russland wird immer weiter eingeschränkt. Es gibt kaum noch unabhängige Zeitungen und Nachrichtensender. Viele Journalist*innen wie Irina werden als „ausländische Agenten“ bezeichnet und ihre Organisation zu einer „unerwünschten Organisation“ erklärt und verboten.

So musste auch Irina, als sie noch in Russland lebte, immer damit rechnen festgenommen zu werden. Es gab Hausdurchsuchungen und sie und ihre Familie wurden beschattet und bedroht.

„In Russland arbeiteten wir immer unter Druck mit dem Verständnis, dass man jederzeit verhaftet werden könnte, oder etwas Schlimmeres. Vor allem, nachdem ich 2021 als „ausländischer Agent“ bezeichnet wurde. Ich lebte mit ständigem Warten auf die Polizei oder FSB, die an meine Tür klopfte.“

Sie ging nach Tschechien und arbeitete von dort aus weiter für die Plattform „Important Stories“. Doch auch dort wurde sie bedroht und war nicht mehr sicher. Nun lebt sie in Berlin… und macht weiter!

Gerade hat sie eine Reportage über die schlimme Situation der russischen Soldat*innen im Krieg gegen die Ukraine veröffentlicht. Informationen, die die Menschen in Russland sonst nicht bekommen könnten.

„Pressefreiheit ist das „Recht zu erfahren, was geschieht, warum es geschieht – und was schiefgeht.“
Anregungen für die Weiterarbeit im Unterricht:
https://global-stories.de/important-stories-irina-dolinina/
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